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Mit MdL Fredi Winter und Jürgen Jonas in Neschen

Politik trifft auf Wirklichkeit

MdL Fredi Winter und SPD-Kandidatin Birgit Haas diskutierten mit Jürgen Jonas vor Ort mit Einbruchopfern in Neschen.

Neschen

Neustadt Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft, dann kommt man schnell auf den Punkt. So war es auch, als sich MdL Fredi Winter gemeinsam mit der SPD Landtagskandidatin Birgit Haas mit Einwohnern der Gemeinde Neschen zu einem Meinungsaustausch traf. Mit zu dem Informationsgespräch kam auch SPD Orts-Vorstand Jürgen Jonas.

Eingeladen hatten das Ehepaar Bungarten, das erst vor einigen Wochen selbst Opfer eines dreisten Einbruches wurde. Trotz zweier Hunde im Haus zertrümmerten Einbrecher am 22. Dezember 2015 das rückwärtige Fenster zum Bad, nachdem sie zuerst versucht hatten, das Küchenfenster aufzuhebeln. Die beiden Hunde sperrten die Täter kurzerhand im Wohnzimmer ein und machten sich dann seelenruhig im Haus zu schaffen. Dem Einbruch folgten seitdem noch sieben weitere Einbrüche in Neschen und dem benachbarten Scharenberg.

Die Neustadter Ortsteile, in unmittelbarer Nähe zur A 3 und dem Rasthaus Fernthal angesiedelt, waren in die Schlagzeilen geraten, nachdem sich eine Bürgerinitiative gebildet hatte, die sich mit dem Appell: „Unser Dorf soll sicher werden“ an führende Vertreter aus der Politik wandte.

Der Protest und die Forderung nach Abhilfe gewannen deutlich an Gehör als zunächst eine Radio-Reportage von Alexandra Daub vom SWR 4 Studio Koblenz und dann ein Fernsehbeitrag von SWR-Landesschau-Reporterin Heike Löser die Probleme der rund 360 Anwohner im Land verbreitete. Zuvor hatte die Rhein-Zeitung in ausführlichen Berichten die Situation geschildert.

Die Ortsteile Neschen und Scharenberg liegen quasi auf dem Präsentierteller. Obwohl die Einwohner an ihren Häusern zum Selbstschutz Sicherungsmaßnahmen aller Art in Höhe von ca. 60.000 € installiert haben, gehen die Einbrüche weiter.

Der Rastplatz an der Autobahn ist zudem aufgrund des zunehmenden LKW Verkehrs auf der A 3 ständig überfüllt, womit eine zunehmende Lärmimmission einhergeht. Eine vor Jahren geplante Erweiterung des Rastplatzes konnte verhindert werden; die Auswirkungen auf Neschen und Scharenberg hätten katastrophale Folgen gehabt. Die heutige Situation ist schon unerträglich genug.

Auch ist die zunehmende „Vermüllung“ des Ortsrandes in Richtung Rastplatz nicht mehr zu ertragen. Die Rastplatznutzer werfen zunehmend ihren Müll (Essensreste, Flaschen, usw.) die Böschung hinunter bzw. verrichten z.T. ihre Notdurft, statt die Toilettenanlage zu nutzen.

Ein unerträglicher Zustand für den schönen Ort!